Game of Hearts – Rezension

Ein romantischer Krimi?

Game of Hearts, geschrieben von Geneva Lee und übersetzt von Charlotte Seydel, bildet den ersten von drei Bänden der Love Vegas Saga. Das Buch hat 257 Seiten zu lesen und erschien im Blanvalet Verlag. Es kostes Broschiert 9.99€.

Klappentext

Wem kannst du trauen in einer Stadt voller Lügen? Als Emma Southerly auf einer exklusiven Party, auf der sie eigentlich weder sein will noch erwünscht ist, denn attraktiven geheimnisvollen Jamie trifft, klopft ihr Herz vom ersten Augenblickt an einen Takt schneller. Wer ist dieser Mann mit dem raubtierhaften Charme, und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen? Trotz aller Bedenken verbringt sie eine Nacht mit ihm, die sie so schnell nicht vergessen wird – auch, weil es am nächsten Morgen in Las Vegas nur ein Thema gibt: Eine Leiche wurde gefunden und Jamie ist der Hauptverdächtige. Aber er war doch die ganze Nacht bei ihr, oder etwa nicht?

Eigene Meinung

Ich glaube es passiert selten, dass mich ein Klappentext so sehr angesprochen hat, wie dieser hier! Als ich ihn das erste Mal las, stand für mich sofort fest, dass ich dieses Buch werde lesen müssen. Ob ich enttäuscht wurde, oder ob dieser tolle Klappentext den Inhalt so gut darstellt wie ich erwartet habe, lest ihr hier.

Stell dir vor, du bist nicht gerade das beliebteste Mädchen in der Schule und dann auch noch verfeindet mit dem coolsten und reichstes Mädchen aus deinem Jahrgang. Und dann, schmeißt genau dieses Mädchen eine exklusive Party, zu der du eigentlich nicht eingeladen bist … Aber du gehst trotzdem hin und erfährst was Liebe auf den ersten Blick ist … 

Vegas Baby! Das ist es wohl, was mir das Cover sagen soll. Gut getroffen ist es ja, aber passt es zum Buch? Das Buch spielt in Vegas und die typischen Vegas Klischees kommen auch vor, also warum nicht? Ich finde schwarze Bücher generell irgendwie total cool und das Pink mit dem Glitzer und das Bunte Vegas darunter stellen einen tollen Kontrast dar. Auch der Buchrücken macht sich gut im Regal (Wer findet das auch immer wichtig?) Was ich von der Gestaltung des Buches her auch cool finde, ist, dass die Kapitelseiten, also die jeweils ersten Seiten eines neuen Kapitels, schwarz gedruckt sind! Ich liebe so kleine Besonderheiten in Bücher, und das ist definitiv eine davon. 

Entspanntes Lesen im Schwimmbad

Wow. Ich bin enttäuscht … Der Klappentext hat mir irgendwie zu viel, oder vielmehr das Falsche versprochen. Ich hatte gehofft, hier einen wunderschönen romantischen Krimi vorzufinden. Aber hier ist mehr (nicht nachvollziehbare) Liebe als Krimi. Wie im Klappentext gesagt wird, wird eine Leiche gefunden und ich dachte wirklich, dass in diesem Buch auch die Ermittlungen beschrieben werden. Tja, falsch gedacht. Die Liebesgeschichte von Emma und Jamie (Im Buch wird er nur einmal Jamie genannt) irgendwie zu krass dargestellt. Es ist alles etwas unecht und wird zu sehr gepusht. Alles passiert so schnell und irgendwie hat man nach 50 Seiten inhaltlich kaum etwas erfahren. Es gibt viele Lückenfüller und zu wenige richtige, und vor allem auch wichtige, Szenen. Diese Lückenfüller müssten eigentlich auch gar nicht sein, da es nicht wirklich Lücken gibt … Es gibt allerdings auch Szenen, in denen ich dahin schmelze, laut lache, in mich hinein grinse oder einfach kreische. Das sind Szenen die über ein paar wenige Seiten gehen aber das ganze Buch irgendwie ausmachen. Das sind so diese paar Highlights in diesem Buch an die man sich aber wirklich gut zurück erinnert. Es sind Szenen die oft unfassbar emotional, gefühlvoll oder einfach lustig geschrieben sind. Es wäre wirklich toll, wenn es das ganze Buch über so gehen würde… Die Gefühle von Emma und Jamie werden wie eine Insta-Love dargestellt. Also irgendwie lieben sie sich, ohne dass der Leser nachvollziehen kann warum. Lustigerweise passt da ein Satzteil aus dem Klappentext ganz gut: „(…)und warum fühlt sie sich so zu ihm hingezogen?“ – Ja genau, warum? Das frage ich mich nämlich auch. Als Leserin kann ich das objektiv zwar nachvollziehen, aber so wie es im Buch dargestellt ist, ist es die große Liebe und nichts objektives und oberflächliches.  Das Buch hat kaum 260 Seiten, wie soll man da auch die Charaktere kennenlernen? Leider ist das wieder so ein Buch, das einfach zu kurz ist, man hätte viel mehr herausholen können und auch müssen. 

Das ist der Grund, warum Leute Liebeslieder schreiben. Oder sich anhören. Früher habe ich das nie verstanden, aber die Begegnung mit ihm hat mir die Augen für eine Welt geöffnet, auf die ich mit Verachtung herabgeblickt habe.

 Emma, Game of Hearts

Das Buch ist wie schon gesagt echt kurz, das wäre vielleicht sogar an einem Tag zu schaffen, dementsprechend lernt man die Charaktere kaum richtig kennen. Man merkt zwar, wie sie sich verhalten aber so richtig an ihnen hängen tue ich nach diesen paar Seiten nicht wirklich. Jamie war in der ersten Szene, in der er vorkam zwar total toll und es war nicht nur für Emma, sondern auch für mich sowas wie Liebe auf den ersten Blick. Aber mit der Zeit ging das weg und er war nicht mehr so toll wie in der ersten Szene. Es ist wirklich schade, dass ich das nicht hält und dass so viel untergeht einfach nur weil das Buch so kurz ist. Ich finde aber, dass die Charaktere gut ausgearbeitet sind und das Rätsel, wer denn nun diese eine Person umgebracht hat,  konnte ich im ersten band hier noch nicht einmal ansatzweise lösen. 

Geneva Lee’s Schreibstil hat mich innerhalb der ersten Seiten umgehauen, sie kann’s einfach! Man ist gefesselt, gespannt und angetan. Sie kann so manche Dinge wirklich toll beschreiben und umschreiben und dabei fliegt man teilweise nur so durch die Seiten. Ihr Schreibstil ist wirklich toll, nur leider kann die Umsetzung der Idee da nicht mithalten, da ist vielleicht nicht genug Arbeit drinnen … Toll wäre auch gewesen, wenn das Buch aus mehreren Sichten geschrieben wäre, so wäre es vielleicht etwas abwechslungsreicher und vor allem auch länger

Ich hatte ihn noch nie gesehen, aber etwas an ihm zog mich unwiderstehlich an. Wir verbrachten die Nacht zusammen – nicht im biblischen Sinn, aber ziemlich knapp davor. Am nächsten Morgen war er verschwunden. 

Emma, Game of Hearts

Fazit

Wow Leute, alleine für die Szenen, die mich vom Hocker gehauen haben, würde ich diesem Buch gerne 5 Sterne geben. Aber das Buch ist einfach zu kurz, man kann die Charaktere nicht richtig kennenlernen und die Idee konnte gar nicht voll ausgeschöpft werden. Da hätte man einiges mehr herausholen können, schade um die tolle Idee. Der Klappentext hat mir leider etwas zu viel oder vielmehr das falsche versprochen. Aber ich empfehle euch das Buch dennoch, alleine weil der Einstieg Wahnsinn ist und die ein oder andere Szene einen wirklich packt! 

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Wenn du noch weitere Meinungen zu „Game of Hearts“ lesen willst, kannst du gerne bei Lovelybooks vorbei schauen.

Ihr wolltwissen, wie mir die folgenden Teile gefallen? Schaut hier vorbei:
Game of Passion – Rezension
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2 Kommentare zu „Game of Hearts – Rezension

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