Coldworth City – Rezension

Das beste Buch von Mona Kasten? 

Coldworth City wurde von Mona Kasten geschrieben und liest sich über 318 Seiten. Der Fiktion/urban Fantasy Roman erschien im Knaur Verlag und kostet neu 12.99€. 

Klappentext

„Seit wann verfolgst du mich?“ Raven spürte, wie Hitze ihren hals heraufkroch. Seine Züge blieben undurchdringlich. „Wir haben deine Aktivitäten seit geraumer Zeit beobachtet. Es gibt kaum Mutanten, die nicht davor zurückschrecken, Ihresgleichen zu verraten“

Vor drei Jahren täuschte die junge Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Raven lebt seither versteckt in Coldworth City – bis der geheimnisvolle Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, und schon bald sieht Raven einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeutet, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen könnte.

Eigene Meinung

Leute, ihr wisst ja gar nicht, wie froh ich war, als ich dieses Buch als Mängelexemplar gefunden habe. Natürlich habe ich es sofort gekauft und auch recht schnell angenfangen zu lesen. Wer es nicht wusste; Ja, Mona Kasten hat nicht nur die Again und die Maxthon-Hall Reihe geschrieben! Zwar ist das hier auch ein anderes Genre, aberurteilt nie über ein Buch, dessen Inhalt ihr nicht kennt! Ich für meinen Teil war wirklich aufgeregt, wie sich die Autorin in diesem Genre macht.

Stell dir vor, du bist eine Mutantin, die ständig auf der Flucht vor dem Bösen ist. Du kannst nie ruhig durch die Straßen von Coldworth City gehen, sondern musst immer und ständig auf der Hut sein. Dazu kommt, dass du dich Nachts wegschleichen musst um deinen starken Kräften ein Ventil geben zu können. Was sonst passiert, willst du nicht noch einmal erleben … 

Darf ich einmal anmerken, wie cool dieses Cover ist? Ich liebe die Farben in diesem Cover und diese Stadt als Silhouette dargestellt sieht auch wirklich klasse aus. Meinen Geschmack trifft das Cover voll und ganz, ich hoffe euch geht es auch so. Ich mag es in den meisten Fällen auch ganz gerne, wenn Gesichter abgebildet werden, was auch hier der Fall ist. Dieser Übergang ist total cool und ich bin ganz in dieses Cover verliebt. 

Als ich den Kappentext gelesen habe, stand für mich schnell fest, dass ich dieses Buch lesen muss. Es hört sich wirklich sehr interessant an und macht neugierig, kein Wunder, dass ich mich so gefreut habe, als ich es als Mängelexemplar gekauft habe. Der Anfang war zwar etwas schwer, aber darauf komme ich gleich zurück. Ich habe schon oft in anderen Rezensionen gelesen, dass die Handlung und alles weitere sehr der der X-Men Filme ähneln soll, und deswegen sei es sehr vorhersehbar und langweilig. Ich kann das nicht beurteilen, da ich die Filme nicht kenne (muss ich dringend ändern), aber ich finde die Handlung weder stark vorhersehbar noch langweilig. Vielleicht zieht es sich an der ein oder anderen Stelle etwas in die Länge, das liegt dann aber eher an den langen Kapiteln. Ich hatte beim Lesen nicht unbedingt das Gefühl, an dieses Buch gefesselt zu sein und es nicht aus der Hand legen zu können. Es war eher eine entspannte Neugierde und das hat mich überhaupt nicht gestört. Ich finde die Idee toll und sie wurde im Grunde auch gut umgesetzt. Leider aber hat das Buch viel zu wenig Seiten. Vor allem das Ende ist in weniger als 10 Seiten zusammengequetscht. Da hätte man sich mehr Zeit für nehmen sollen. Es wirkt etwas zu sehr „Ende gut, Alles gut“ wisst ihr was ich meine? Es ist einfach zu euphorisch dargestellt und das macht es leider etwas unrealistisch. Auch sonst hätte man gerne die ein oder andere Szene ausführlicher beschreiben können, es wirkt manchmal gedrängt und dahingeklatscht. Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an dieses Buch und die wurden bis auf das Ende und das „In die Geschichte reinkommen“ am Anfang auch erfüllt.

Jetzt sah er sie an. Und in seinen Augen erkannte Raven eine ganze Welt, die ihr offen stand. Denn mit ihm an ihrer Seite war einfach alles möglich.  

 Coldworth City

Raven war anfangs etwas komisch und ich hätte nicht gedacht, dass ich sie am Ende des Buches mögen würde, aber das ging im Laufe der Seiten recht schnell. Sie ist mir irgendwie zu sehr „harte Schale, weicher Kern“ und das war mir anfangs unsympathisch. Das hat sich mit dem Auftreten von Wade, dem heißen Typen der in jedes Buch gehört, aber geändert. Auch er war mir zwar anfangs eher unsympathisch aber im Laufe des Buches habe ich ihn mehr und mehr geliebt. Am Ende hätte ich mir dann wirklich gewünscht 100 Seiten mehr zu haben um die beiden besser kennenzulernen. Die ganzen Nebencharaktere habe ich direkt ins Herz geschlossen. Einerseits war ich da zu naiv und andererseits war ich zu skeptisch, beides leider an den falschen Stellen. Irgendwie hat gefühlt jeder Charakter eine tragische Geschichte die ihn gewidmet hat, was an sich nicht schlimm ist, aber irgendwie waren die alle zu sehr in den Vordergrund gestellt und dafür hat das Buch einfach wieder zu wenig Seiten. 

Für all jene, die sich nicht verstecken.

Mona Kasten, Widmung von Coldworth City

Wie ich vorhin schon erwähnt habe, fiel mir der Einstieg ins Buch schwer. Und das liegt nicht an der Handlung, nein, sondern an diesen 20 Seiten langen Kapitel. Teileweise auch mehr und das ist immer so mühsam zu lesen. Das machte mir nicht nur den Einstieg schwer, sondern das ganze Buch über zogen sich die Szenen nur so dahin. Und dann waren sie plötzlich vorbei, weil die nächste Szene in die Länge gezogen wurde. Alles in allem keine gute Mischung und definitiv verbesserungswürdig. Das Buch könnte aber auch wirklich so um die 100 Seiten mehr vertragen. Was ich auch nicht so toll finde, ist, dass das Buch in der Erzähler-Perspektive geschrieben ist. Hier stört es mich nicht so sehr wie in manch anderen Büchern, aber dennoch lese ich lieber aus der Ich-Perspektive. 

„Was würdest du dir denn wünschen?“ Raven stutzte. Sie konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das zum letzten Mal jemand gefragt hat. 

 Coldworth City

Fazit

Puh, schwierig zu bewerten … Ich finde die Idee cool und Die Charaktere hab ich nach kurzer Zeit auch alle liebgewonnen. Monas Schreibstil lese ich leider nicht wirklich heraus, Sie hat mit diesem Buch mal etwas ganz anderes probiert, als das, wofür sie bekannt ist. Die langen Kapitel und die Erzähler-Perspektive gefallen mir auch nicht, aber es wart wirklich entspannt zu lesen und Wade ist einfach toll. Das Gute überwiegt ein bisschen, aber noch einmal lesen werde ich es in nächster Zeit wohl nicht. Wer gerne Action/Fantasy oder Science-Fiction liest sollte dem Buch eine Chance geben und auch wenn ihr mehr von Mona Kasten lesen wollt, wäre es eine Gute Idee dieses Buch auch zu lesen. Aber das beste Buch von Mona Kasten ist es meiner Meinung nach nicht. 

🌺🌺🌺/🌺🌺🌺🌺🌺

Wenn du noch weitere Meinungen zu „Coldworth City“ lesen möchtest, kannst du gerne auch bei Lovelybooks vorbei schauen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s