Das Orangenmädchen – Rezension

Doch mehr, als nur eine Schullektüre?

Das Orangenmädchen, geschrieben von Jostein Gaarder, erschien im dtv Verlag und liest sich über 188 Seiten. Der Roman kostet als Taschenbuch 8.95€.

Klappentext

Mein Vater ist vor elf Jahren gestorben. Damals war ich vier. Ich hatte nie damit gerechnet, je wieder von ihm zu hören, aber jetzt schreiben wir zusammen ein Buch.

Georg hat seinen Vater kaum gekannt. Er starb, als Georg vier war. Doch plötzlich, elf Jahre später, ist da ein Brief. Der Vater hat ihn an den >großen< Sohn geschrieben und wie durch ein Wunder taucht er genau zum richtigen Zeitpunkt auf. Es ist ein Abschiedsbrief, natürlich, aber vor allem erzählt er von der hartnäckigen und bisweilen komischen suche des Vaters nach dem geheimnisvollen Orangenmädchen: Es ist die Geschichte einer großen Liebe. Für Georg ist die Lektüre des Briefes zuerst nur eine Reise in die Vergangenheit. Bis er begreift, dass es auch um seine Zukunft geht. Bald wird auch er sich fragen müssen, wie er es mit der Liebe und dem Leben hält. Der Vater kann ihm keine Antwort mehr geben. Aber er konnte ihm die richtige Frage stellen.

Eigene Meinung

Wer kennt es nicht, wenn der Deutschlehrer einem mitteilt, dass demnächst wieder eine Lektüre ansteht? Bei mir war das vor wenigen Wochen wieder ein mal der Fall und dabei heraus kam dieses wirklich unfassbar tolle Buch: Das Orangenmädchen!

Stell dir vor, du erhältst einen Brief von einer verstorben Person, die du einst geliebt hast. Du sperrst dich mehrere Stunden lang in dein Zimmer ein und beginnst etwas zu lesen, von dem du nicht ahnen konntest, dass es existieren könnte…

Irgendwie ist das Cover doch süß, oder? Es passt jedenfalls zum Buch und auch zum alter des Buches. Allerdings verstehe ich nicht, warum das Mädchen auf dem Cover blondes Haar hat. Im Buch wird es mehrmals als braun beschrieben… Aber gut, dass ist eine klitzekleine Kleinigkeit.

Unser Lehrer versicherte uns, dass dies ein äußerst philosophisches Buch sei. Das hat mich direkt neugierig gemacht und auch der Klappentext schien dann auf ein mal viel interessanter. Das Buch beging dann erstmal mit ein paar Wörtern von Georg, ehe der Brief des Vaters los ging. Und ich muss euch das sagen, dass ich eindeutig mehr an dem Brief des Vaters interessiert war, als an dem, was Georg zu sagen hatte. Der Brief hat einen gepackt, berührt und am Ende musste ich auch die ein oder andere Träne verdrücken (Ich hätte echt gerne geweint, wenn ich das Buch nicht in der Schule beendet hätte …).
Da wir das Buch im Unterricht gelesen haben, mussten wir uns manchen Fragen stellen, wie z.B (recht am Anfang des Buches) „Wer ist das Orangenmädchen?“, „Warum Orangen?“ und weitere. Man war wirklich gespannt darauf, die antworten auf all diese Fragen zu bekommen und hach… Diese Liebesgeschichte kann einem auch einfach nur nahe gehen.
Das Buch spielt also in drei Zeiten. Einmal im „jetzt“, wo Georg den Brief liest, dann in der Zeit, wo der Vater den Brief schreibt und dann sozusagen auch noch damals, von der Zeit, wo der Vater von seiner wahren Liebe berichtet.

In diesem Buch wartet eine Geschichte, wie sie sonst nur verliebten alleine gehört – und zugleich einer der schönsten Abschiedsbriefe.

Brigitte

Zwar ist das eigentliche Buch aus Georgs Sicht geschrieben, allerdings ist er mir nicht so sehr ans Herz gewachsen, wie sein Vater, der ja den Brief schrieb. Georg ist 15 Jahre alt, und damit nicht so viel Jünger als ich, aber manchmal ging es mir auf die nerven, dass er etwas schrieb, während ich doch eigentlich nur den Brief des Vaters lesen wollte. Denn der Brief, war ja die eigentliche Liebesgeschichte, zwischen dem Vater und dem Orangenmädchen. Das Orangenmädchen war sehr geheimnisvoll und man wusste bis kurz vorm Ende nicht genau, wer sie nun war (außer man hat es sich denken können, was nicht allzu schwer ist). Der Vater war mir recht schnell sympathisch, vor allem als ich bemerkte, wie diese ganze Liebesgeschichte aussieht.

Processed with VSCO with c1 preset

Die ersten ca. 30 Seiten des Buches habe ich gar nicht gelesen, sondern von unserem Lehrer vorgelesen bekommen. Mit seiner Betonung gefiel mir das ganze überhaupt nicht, aber als ich dann später selbst darin gelesen habe, fand ich es nicht wirklich schlimm, allerdings ist es jetzt auch kein wirklich toller Schreibstil, er ist eben gut zu lesen, aber das war es dann auch leider schon. Was mir erst total spät aufgefallen ist (lustigerweise) ist, dass dieses Buch keine Kapitel hat. Im Grunde kann man es an einem Tag lesen, es ist ja auch nicht sonderlich lang und die Handlung ist auf jeden Fall packend genug.

Diese Märchen, über die wir gesprochen haben, sind nie ganz gleich, aber ich sehe jetzt langsam ein, dass jedes Märchen mehr oder weniger empfindliche Regeln hat, die ist schwer machen können, darüber zu reden.

Georg

Fazit

Lest bitte, bitte, bitte dieses Buch! Ich bin ganz verliebt und werde es mir sicherlich auch noch selbst kaufen, da ich das Schulbuch wohl bald wieder abgeben werde müssen. Und ich werde sicherlich auch andere Bücher des Autor lesen! philosophisch (Die Frage, am Ende des Buches ist unglaublich!), berührend und absolut ergreifend!

🌺🌺🌺🌺🌺/🌺🌺🌺🌺🌺

Wenn ihr noch weitere Meinungen zu „Das Orangenmädchen“ lesen wollt, schaut auch bei Lovelybooks vorbei!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s