The Belles – Schönheit regiert – Rezension

Bist du schön genug?

The Belles, geschrieben von Dhonielle Clayton, erschien im Februar 2019 im Planet Verlag und wurde von Vanessa Lamatsch übersetzt. Der erste Band der Belles-Reihe liest sich über 494 Seiten und kostet als Hardcover 19.00€.

Klappentext

Glitzernd, Glanzvoll, Grausam

Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen…

Meinung

Als ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe, stand für mich fest, dass ich es unbedingt lesen musste. Es sieht wahnsinnig schön aus und dann noch dieser spannende Klappentext… Wow! Ich hatte das Glück über Mainwunder zusammen mit anderen Bloggern dieses tolle Buch zu verbreiten. Wenn ihr mehr darüber lesen wollt, könnt ihr gerne auf meinem Instagramaccount vorbei schauen!

Stell dir einmal vor, du gehörst zum geringen Prozentsatz der Bevölkerung, der schön ist. Alle sehen zu dir auf, wollen so sein wie du. Du kannst ihnen für kurze Zeit helfen, sie für kurze Zeit schön und glücklich machen. Es ist deine Lebensaufgabe. Und wenn du die beste bist, darfst du als Favoritin für das Königshaus arbeiten. Dein Ansehen würde steigen.
Würdest du wirklich den Rest deines Lebens so verbringen wollen? Ist dir Ansehen so wichtig, dass du ein großes Stück deiner Freiheit dafür aufgeben würdest?

Die Cover werden immer schöner… Die Belle auf dem Cover, mit einem Herz aus Rosen passt perfekt zum Buch. Wenn man den Schutzumschlag, der transparent ist, abnimmt, sieht man ein atemberaubendes weißes Kleid, mit Dornenranken verziert. Es ist wunderschön!
Zudem gibt es eine wunderschöne Karte im Buch, die ich euch auch noch einmal zeigen muss. Sie ist so detailgetreu gezeichnet. (und nein, die Rosen im Eck gehören nicht dazu) Beim Lesen war sie mehr als hilfreich. Auch die Kapitel sind wunderschön und voller Liebe gestaltet.

Obwohl ich von Anfang an begeistert von dem Buch war, war ich anfangs ein bisschen skeptisch. Ich war mir nicht sicher, wohin mich die Geschichte führen würde. Der Anfang hat mich dann sogar ein bisschen erschrocken, aber ich war dennoch von Beginn an gefesselt. Die Handlung wird stetig spannender. Sie ist wirklich schrecklich, schockte mich bisweilen zutiefst, aber dann auch wieder faszinierend. Dieser Schönheitswahn, der die Menschen bis in den Tod treiben kann… Die Parallelen zur Realität sind fest spür- und fassbar.
Mit dem Ende hatte ich so meine Schwierigkeiten. Die ca. letzten 100 Seiten zogen sich plötzlich etwas und als ich es dann beendet hatte, war ich nur ganz kurz neugierig auf den Folgeband, obwohl es ein fieser Cliffhänger ist. Das ist entweder dem zuzuschreiben, dass ich an dem Tag einfach zu viel gelesen habe, oder am Buch selbst… wobei ich letzteres nicht ganz glauben kann. Die Folgebände werde ich mir dennoch zulegen. Man weiß ja nie.

Träum erinnern uns daran, wer wir sind und wie wir die Dinge um uns herum empfinden, (…)

Maman, Seite 134

Das Buch ist ausschließlich aus der Sicht von Camelia erzählt. Es gibt unglaublich viele wichtige Personen, die vorkommen und einen Teil des komplizierten Netzes spinnen. Als Protagonist ist für mich aber nur Camelia. Es gibt irgendwie keinen zweiten Gegenpart. Das fällt mir jetzt erst auf, doch es stört mich nicht. Irgendwie ist es sogar ganz schön.
Camelia war mir anfangs unsympathisch. Sie wollte unbedingt die Beste sein und war unfassbar arrogant. Ihre Reaktionen waren so… ekelig. Ich hatte wirklich Angst, dass das so bleibt. Aber Camelia ist viel mehr, als sie anfangs zeigt. Im Grunde ist sie eine hoffnungslose Idealistin… auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich so hoffnungslos ist. Denn sie hat den Mund sich zu wehren, egal wie gefährlich es wird. Sie gibt nicht auf und versucht weiterhin das richtige zu tun. Für mich ist sie ein Vorbild, weil sie alte Konventionen nicht einfach so hinnimmt und selbst über die Dinge nachdenkt, statt einfach das zu glauben, was ihr serviert wird.

Der Schreibstil hat mich echt überrascht. Das Lesen ging richtig leicht. Von der ersten Seite an war ich gefesselt und bin nur so durch die Seiten geflogen. Mein Leseziel von 100 Seiten pro Tag, habe ich jeden Tag mit dem doppelten übertrumpft und es so, schon in zwei Tagen beendet. Nur die letzten 100 Seiten waren seltsam… aber das habe ich eh schon einmal erklärt. Der Schreibstil war immer gleich. Schön locker, spannungsgeladen und gleichzeitig magisch.
Das Buch ist so authentisch geschrieben. Es würde mich nicht wundern, wenn alles wahr wäre.

Fazit

Mein gefürchtetes Fazit… Ich fand das Buch unfassbar spannend und habe es wirklich verschlungen. Bei vielen habe ich es als „krass, aber echt gut“ beschrieben und das trifft es ganz gut. Dieser Schönheitswahn schockiert einen einfach, weil es nicht so abwegig erscheint, wie man zunächst glaubt. Unsere Gesellschaft ist nicht mehr weit davon entfernt, so zu enden.
Ein wichtiges Buch über die Menschen, das nicht nur unterhaltend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Bewertung

🌺🌺🌺🌺/🌺🌺🌺🌺🌺

Wenn ihr noch weiter Meinungen zu The Belles lesen möchtet, schaut gerne bei Lovelybooks vorbei!

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