Silent – Der Jäger – Rezension

Lässt du dich fangen?

Silent – Der Jäger, geschrieben von Catalina Cudd, erschien im Mai 2018 im Kayenne Verlag. Der erste Band der Silent-Reihe liest sich über 450 Seiten und kostet als Taschenbuch 16,50€.

Klappentext

Alles an diesem Mann ist Stille.
Tödliche Stille.

Geplagt von Schuld und den anklagenden Blicken der Verwandschaft, flüchtet Marie nach Hellington, der berüchtigten Hauptstadt des Verbrechens, zu ihrem unbekannten Vater. Doch statt den erhofften Seelenfrieden zu finden, gerät sie zwischen die Fronten des organisierten Verbrechens und in das Visier von Silent, dem eiskalten Jäger der Unterwelt, der alles daran setzt, sein Syndikat zu schützen. Silent kennt weder Gnade noch Gewissen, er macht seine eigenen Regeln. Nie lässt er seine Beute entkommen
Ungewollt wird Marie zur Schlüsselfigur eines tödlichen Spiels um Verrat, Blutrache und Menschenhandel – und erweist sich bald schon als ungeahnte Herausforderung, die ihren Jäger an seine persönlichen Grenzen treibt.

Meinung

Durch Mainwunder bin ich auf dieses tolle Buch gestoßen, zusammen mit anderen Bookstagramern mache ich wieder bei einer Aktion dieses Buch unter die Leute zu bringen. Es hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient, auch wenn es sehr, sehr dark ist…

Stell dir vor, du ziehst zu deinem bislang unbekannten Vater, in eine Stadt, die berühmt für ihre Verbrechen ist. Krampfhaft versucht dein Vater dich von allem raus zu halten, aber du bist viel zu neugierig auf seine Geheimnisse. Vor allem, als ein geheimnisvoller Mann, der nie auch nur das geringste Wort sagt, regelmäßig im Restaurant deines Vaters auftaucht. Würdest du fliehen, wenn er es von dir verlangt oder würdest du bei ihm bleiben?

Ich finde das Cover richtig schön! Der Typ, der Silent verkörpert, verbreitet genau die gruselig, angespannte und aufregende Atmosphäre, die im Buch herrscht. Die goldene Schrift passt wunderbar dazu. Was mir auch besonders gefällt, sind die Falter, die man schon auf dem Cover sieht. Die ziehen sich durch das ganze Buch und finden sich bei jedem Kapitelanfang.

Die Geschichte wird abwechselnd von Silent und Marie erzählt, leider in viel zu langen Kapiteln. Ich mag das überhaupt nicht und hatte dementsprechend eher weniger Lust anzufangen. Wahrscheinlich hatte ich deswegen Anfangs solche Schwierigkeiten mich im Buch zurecht zu finden, denn am Schreibstil, an den Personen und an der Handlung hat es nicht gelegen. Vor allem die Handlung überzeugt richtig. Mir gefällt die düstere, gefährliche Atmosphäre, die im Buch geschaffen wird.
Gegen Ende hin wurde es besonders spannend, schon allein deswegen, weil Marie und Silent endlich mehr miteinander zu tun hatten (Wer das Buch gelesen hat, weiß, was ich meine.). Diese Szenen gefallen mir wirklich sehr. Die beiden zusammen sind wie ein Pulverfass, bei dem ein kleiner Funken ausreicht, um alles in die Luft fliegen zu lassen.

Sie lieben das Dunkel und umschwärmen das Licht.

Peter Sirius

Kommen wir zu den den beiden Protagonisten. Marie strahlt die Unsicherheit und Ungeschicklichkeit eines naiven, kleinen Mädchens vom Land geradezu aus. Dabei ist sie das absolut nicht. Sie weiß sich zu wehren, hat eine große Klappe, die den ein oder anderen schon verrückt gemacht hat, und trifft, normalerweise, die richtigen Entscheidungen. Man muss aber dazu sagen, dass sie in letzter Zeit größtenteils falsche trifft. Das lässt sich ganz einfach durch ihre Trauer erklären, denn obwohl sie weiß, wie gefährlich es werden kann, spielt sie weiterhin mit dem Feuer.
Silent verkörpert den perfekten Bad Boy. Aber anders als das Klischee, macht er nicht durch viel Tamtam auf sich aufmerksam, sondern durch die tödliche Stille, die er mit sich bringt. Hinter seinem Rücken tuscheln keine Leute, viel eher erstarren sie zu Salzsäulen und rühren sich erst wieder, sobald er weg ist. Seine Gedanken… die sind unglaublich spannend und düster. Ich habe noch keinen Mann kennengelernt, der so… böse war. Bei ihm weiß ich echt nicht, ob ich will, dass er auftaucht und mich bemerkt oder ob ich will, dass er ganz, ganz weit weg bleibt.

Vom Schreibstil wurde ich echt überzeugt. Die Autorin weiß, wie man Spannung erzeugt und das ganz ohne viele, laute Worte zu benutzen. Im Grunde gleich ihr Schreibstil Silent, der die Stille für sich entdeckt und zu einer Waffe umfunktioniert hat. Ihr Schreibstil ist nämlich auf jeden Fall eine Waffe. Wenn man erst mal richtig drin ist, kommt man nicht mehr so schnell raus .

Fazit

Zusammenfassend fand ich das Buch vor allem am Anfang viel zu langatmig. Die Spannung war zwar da, konnte mich aber nicht wirklich packen. Erst am Ende war ich richtig gefesselt und konnte es kaum erwarten mit Band 2 zu beginnen. Dennoch würde ich euch das Buch ans Herz legen, einfach weil die Story wirklich, wirklich gut ist und ihr gar nicht genug von der darken Seite des Buches bekommen könnt!

Bewertung

🌺🌺🌺/🌺🌺🌺🌺🌺

Wenn ihr noch weiter Meinungen zu Silent – Der Jäger lesen möchtet, schaut gerne bei Lovelybooks vorbei!

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