Silent – Die Beute – Rezension

Kannst du ihm entwischen?

Silent – Die Beute, geschrieben von Catalina Cudd, erschien im Mai 2018 im Kayenne Verlag. Der zweite Band der Silent-Reihe liest sich über 447 Seiten und kostet als Taschenbuch 16,50€.

Klappentext

Unterschätze nie eine Frau, die nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen hat.

Jeder Tag in Silents Gewalt stellt Marie vor die Herausforderung, nicht ihren Stolz und ihre Willenskraft zu verlieren. Seine Unberechenbarkeit treibt sie beinahe in den Wahnsinn. Erst als sich ihr die Möglichkeit zur Flucht bietet, beginnt sie zu begreifen, dass Silent Pläne verfolgt, in denen ihr Überleben keine Priorität darstellt. Um das Hellington Heart vor dem Untergang zu bewahren, ist ihm jedes Mittel recht – auch Marie den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen.
Doch der Jäger hat die Rechnung ohne seine aufmüpfige Beute gemacht, die bald nach ihren eigenen Regeln spielt, ohne zu ahnen, welchen Sturm sie damit entfacht.

Meinung

Auch den zweiten Band der Reihe habe ich durch eine Aktion mit Mainwunder erhalten. Dieses Buch hat mir optisch sogar noch viel besser gefallen, als sein Vorgänger und ich war nach dem Ende des ersten Bandes so gespannt darauf, wie es weiter geht. Jetzt endlich, kann ich euch sagen, was ich so toll daran fand und warum ich finde, dass ihr es lesen solltet.

Stell dir vor, du bist in der Gewalt eines grausamen Mannes, der nichts anderes tut, als ich tagtäglich zu erniedrigen. Er drängt dich geradezu ihn zu hassen, doch sein Plan geht nach hinten los. Du kannst fliehen, endlich, doch stehst schon bald vor der schwersten Frage deines Lebens: Wem sollst du vertrauen? Silent, dem Mann, der dich wie einen Hund gefangen gehalten hat, oder Hajdar, der Mann, der deinen Vater gefangen hält?

Wie schon angesprochen, finde ich dieses Cover hier noch viel schöner, als das andere. Das Motiv ist einfach unglaublich schön und passt perfekt zur Handlung. Auch hier finden sich wieder die Nachtfalter, die ebenso die Kapitelanfänge zieren. Das Buch ist ein absoluter Blickfang und macht sich in einem Regal richtig gut.

Auch dieses Mal wird die Handlung abwechselnd von Marie und Silent erzählt, was besonders spannend ist, weil beide viel Zeit getrennt verbringen. Die einzelnen Kapitel sind aber immer noch viel zu lang. 50 Seiten sind einfach zu viel und machen es viel schwerer mit dem Lesen anzufangen, weil man sich immer denkt: wenn ich jetzt anfange, sitze ich erst mal länger fest, weil so viele Seiten sind. Als es dann aber richtig spannend geworden ist, wurde das nebensächlich. Da habe ich angefangen ohne Unterbrechung zu lesen. In dem Stadium ist es dann komplett egal, wie viele Seiten ein Kapitel hat.
Die Spannung war ab der Hälfte ungefähr kaum auszuhalten. Man konnte gar nicht anders als immer weiter zu lesen und als man erst mal beim Ende angelangt war, konnte man nach langer Zeit wieder durchatmen. Das fand ich an dem Buch echt toll, weshalb ich es so genossen habe.

„Ach, Quatsch! […] Alles, was ihr braucht, ist einen Verrückten. […] Zufällig habt ihr einen.“

Bastard, Seite 285

Marie wird in diesem Band um einiges Selbstsicherer. Natürlich hat sie immer noch ihre Phasen der Unsicherheit, aber sie wächst über sich hinaus. Durch Silent lernt sie ihre innere Stärke kennen und wird sich bewusst, dass sie mehr kann, als sie glaubt. Sie ist immer noch ein Sturkopf, der das tun will, was ihm in den Sinn kommt und überrascht damit jeden in ihrer Umgebung, auch wenn es sie selbst des öfteren in Schwierigkeiten bringt.
Silent ist auch hier wieder der eiskalte Killer. Allerdings trägt er seine Maske etwas lockerer und gewährt uns einen Einblick in sein Inneres. Auch wenn er etwas netter wird, bleibt er immer noch grausam, was mich davon abhält ihn als Bookish Boyfriend anzusehen. Das Bild wird nicht gerade durch die Sexszenen aufgewertet. Er ist und bleibt der totenstille Mann, vor dem die Leute zittern. Wenn man sich richtig auf ihn einlässt, kann ich mir aber gut vorstellen, dass man gar nicht mehr genug von ihm kriegt. Ich war in der Hinsicht wohl etwas abgelenkt.

Dieses Mal kam ich mit dem Schreibstil besser zurecht. Das liegt wohl daran, dass ich das Buch generell spannender fand. Mir hat unglaublich gefallen, wie sie die Personen beschrieben hat, dass sie ihnen allen ein besonderes Merkmal verpasst hat, sodass man sie locker auseinander halten konnte.
Zu Beginn war es zwar auch hier ein bisschen lang gezogen, aber im Gesamtbild fällt das kaum ins Gewicht. Ich überlege auf jeden Fall mehr von der Autorin zu lesen.

Fazit

Das Buch war um einiges spannender als sein Vorgänger. Ich habe mich viel schneller zurecht gefunden und war auch sogleich gefesselt. Sogar die ellenlangen Kapitel konnten mir nichts mehr anhaben, weil das Geschehen so spannend war. Schon alleine deswegen, kann ich euch die Reihe empfehlen. Denn auch wenn Band 1 etwas abschreckt, Band 2 macht alles wieder wett.

Bewertung

🌺🌺🌺🌺/🌺🌺🌺🌺🌺

Wenn ihr noch weiter Meinungen zu Silent – Die Beute lesen möchtet, schaut gerne bei Lovelybooks vorbei!

Die Rezension zu Band 1, Silent – Der Jäger, findet ihr hier.

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